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Reihe Abgeschlossen · 3 Beiträge · Glaube verstehen

Unterscheidung der Geister

Drei Argumente gegen die Verwechslung von Empfindung und Eingebung — sensorisch, kriteriologisch, temporal. Eine geschlossene Linie aus Schrift und katholischer Tradition.

Wie unterscheidet man Gottes Reden von der eigenen Stimmung, von Gruppendruck, von Versuchung? Die Schrift kennt das Problem und gibt drei verschiedene, ineinandergreifende Prüfwerkzeuge: ein sensorisches (Empfindung ist nicht Eingebung), ein kriteriologisches (an den Früchten erkennt man den Baum) und ein temporales (Gottes Reden hält das Warten aus). Diese kleine Reihe entfaltet alle drei — in der Ordnung, in der sie tatsächlich greifen.

Diese Reihe gehört zu den ältesten geistlichen Aufgaben der Kirche. Sie hat einen klassischen Namen: discretio spirituum — die Unterscheidung der Geister. Johannes vom Kreuz, Therese von Lisieux, Ignatius von Loyola haben darüber geschrieben; die Katechismus-Tradition behandelt sie als Grundkompetenz des geistlichen Lebens. Wir entfalten sie hier in drei Schritten, jeder ein eigenständiges Argument, gemeinsam ein Werkzeug, das in der Praxis trägt.