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Reihe Laufend · 3 Beiträge · Bibel lesen

Was Jesus über Scheinfrömmigkeit sagt

Jesus kritisiert religiöse Show schärfer als fast irgendetwas sonst. Eine systematische Reihe durch die Stellen, an denen das Evangelium sich gegen Frömmigkeits-Inszenierung wendet — Mt 6,1-18 (Almosen, Gebet, Fasten) und Mt 23 (die Wehe-Rufe). Katholisch ausgelegt, ohne Polemik gegen heutige Gruppen.

Wer das Neue Testament aufschlägt, wird überrascht sein, wie scharf Jesus mit Scheinfrömmigkeit umgeht. Er kritisiert sie schärfer als Geldgier, schärfer als persönliches Versagen, schärfer als nahezu irgendetwas sonst. Diese Reihe geht systematisch durch die Stellen, an denen das geschieht — und fragt, was sie für jeden Christen heute bedeuten, der ernsthaft glauben will, ohne in religiöse Show zu verfallen.

Es gibt im Neuen Testament zwei große Blöcke, in denen Jesus systematisch gegen Scheinfrömmigkeit predigt. Der erste steht mitten in der Bergpredigt (Mt 6,1-18) und behandelt die drei klassischen Frömmigkeitspraktiken — Almosen, Gebet, Fasten — und zeigt für jede, wie sie zur Bühne werden kann. Der zweite ist Mt 23: eine ganze Kapitel-lange Anklage gegen Schriftgelehrte und Pharisäer, die sieben aufeinanderfolgende „Wehe euch …”-Rufe enthält und mit dem Bild der „getünchten Gräber” schließt.

Diese Reihe geht durch beide Blöcke. Sie fragt nicht: Wer ist heute Pharisäer? Sie fragt: Wo bin ich selbst dabei, das, was Jesus kritisiert, zu wiederholen? Das ist die einzige Lesart, die der Schrift gerecht wird — und die einzige, die nicht selbst in genau die Heuchelei zurückfällt, die sie zu kritisieren beansprucht.